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So sind die Bundesbürger auf den Ruhestand vorbereitet

02.07.2018

Zu den größten Sorgen, die sich die Bundesbürger im Hinblick auf den Ruhestand machen, gehören der eigene, vermutlich sich verschlechternde Gesundheitsstand wie auch die finanzielle Lage nach dem Arbeitsleben. Letzteres geht auch einher mit Befürchtungen, im Alter zu verarmen.

In diesem Zusammenhang ist die Erhöhung des Rentenniveaus die Forderung mit der größten Zustimmung der Bundesbürger im Rahmen der Frage, in welchem Bereich sich der Staat stärker engagieren sollte (VersicherungsJournal 27.6.2018).

Ruheständler und Erwerbstätige wurden befragt

Dies sind einige Ergebnisse des am Dienstag veröffentlichten „Axa Deutschland-Reports 2018“. Die Untersuchung basiert auf 3.368, repräsentativ in allen Bundesländern durchgeführten Interviews, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Yougov Deutschland GmbH im Auftrag der Axa Versicherungsgruppe im April durchgeführt hat.

1.698 Interviewte waren Ruheständler, 1.670 zählten zu den Erwerbstätigen. Den Angaben zufolge wurden die Ergebnisse darüber hinaus bevölkerungs-repräsentativ gesamtgewichtet, um auch bundesweite Aussagen ableiten zu können.

Schlechtere Lebensqualität im Ruhestand erwartet

Die Angst vor Altersarmut hängt auch damit zusammen, dass sich für knapp über die Hälfte der Befragten die Lebensqualität im Ruhestand verschlechtern wird. Auf Ebene der einzelnen Bundesländer zeigen sich jedoch immense Unterschiede.

Dabei erweisen sich die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns als am pessimistischsten – hier gehen fast zwei von drei Befragten von einer Verschlechterung aus. In Hessen waren es hingegen nur etwa vier von zehn Erwerbstätigen.

Erwerbstätige zur Lebensqualität (Bild: Wichert)

Bei den Ruheständlern gaben fast sechs von zehn Befragten an, dass sich die Lebensqualität im Ruhestand im Vergleich zum Erwerbsleben verschlechtert habe. In Berlin und Brandenburg ist der Anteil mit knapp zwei Dritteln am höchsten, im Saarland und in Bremen mit jeweils unter der Hälfte am niedrigsten.

Ruheständler zur Lebensqualität (Bild: Wichert)

Vorbereitung auf den Ruhestand

Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass nach eigenem Bekunden noch nicht einmal die Hälfte der Erwerbstätigen mit der Vorbereitung auf den Ruhestand – etwa in Form von Investitionen in private Altersvorsorge – angefangen hat. Hier zeigen sich insbesondere die Berliner und die Sachsen mit einem Anteil von jeweils über 60 Prozent an Menschen ohne Vorbereitung auf den Ruhestand als Vorsorgemuffel.

Genau andersherum verhält es sich in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Schleswig-Holstein. Hier haben nur jeweils deutlich weniger als die Hälfte der noch im Berufsleben stehenden Menschen noch nicht mit entsprechenden Vorbereitungen begonnen.

Zeitfaktor (Bild: Wichert)

Dies wird wohl mit der ebenfalls abgefragten Einschätzung zusammenhängen, ob sie bei sofortigem Sparbeginn noch genug genügend Zeit hätten, durch privates Sparen eine ausreichende private Altersvorsorge zu erreichen.

Hier zeigen sich insbesondere die Erwerbstätigen in Sachsen und Schleswig-Holstein als pessimistisch, wo jeweils rund drei von vier Befragten die Antwortoptionen „eher nein“ und „auf keine Fall“ wählten. Unter 60 Prozent lag der Anteil nur in Hessen und in Nordrhein-Westfalen.

Vorsorge nach Bundesländern (Bild: Wichert)

Notwendige versus tatsächliche Vorsorge-Investitionen

Gefragt wurde ferner danach, welchen monatlichen Betrag jemand mit einem dem eigenen vergleichbaren Einkommen für die private Altersvorsorge aufwenden sollte, um im Alter seinen Lebensstandard beziehungsweise den seiner Familie/ seiner Partnerschaft halten zu können.

Hierfür veranschlagen die Berufstätigen im Bundesschnitt 189 Euro. Die Spanne in den einzelnen Bundesländern bewegt sich hierbei zwischen 232 Euro in Hessen und 162 Euro in Brandenburg.

Vorsorgelücke (Bild: Wichert)

Im Rahmen der Studie wurde auch nach den tatsächlichen Sparbeträgen pro Monat gefragt. Der Bundesschnitt liegt mit 141 Euro um fast 50 Euro unter dem eigentlich notwendigen Betrag, um im Alter seinen Lebensstandard halten zu können. In der Spitze waren es 174 Euro in Hessen. Am niedrigsten ist der Betrag in Sachsen mit 105 Euro.

Größte Differenz

Die größte Differenz zwischen den tatsächlichen und den eigentlich notwendigen monatlichen Investitionen in die private Altersvorsorge gibt es nach absoluten Zahlen in Sachsen sowie in Nordrhein-Westfalen. Dort liegt der tatsächliche Sparbetrag um jeweils rund 60 Euro unter dem eigentlich notwendigen. Prozentual gesehen gibt es in Sachsen mit über einem Drittel den größten Unterschied.

Vorsorgelücke (Bild: Wichert)

Auffällig in diesem Zusammenhang ist zudem, dass bundesweit jeweils fast jeder fünfte Befragte keine Angaben zum notwendigen wie auch zum tatsächlichen monatlichen Sparbeitrag für die private Altersvorsorge machte oder nicht wusste, wie hoch dieser ist.

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