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Die besten privaten Rentenversicherungen

19.05.2018

„Versicherungstarife mit flexiblen Garantien rücken immer mehr in den Fokus. Denn mit ihnen lassen sich durchaus ansprechende Renditen und damit eine höhere spätere Rente erzielen.“ Dies erläutert Frank Nobis, Geschäftsführer der Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP), anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Privatrente-Ratings des Instituts.

Diese Entwicklung hatte sich bereits bei der Jahrespressekonferenz der deutschen Versicherer (VersicherungsJournal 1.2.2018) und der Veröffentlichung der diesjährigen Marktstudie der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH zur Überschussbeteiligung (VersicherungsJournal 9.2.2018) gezeigt.

Im Gegenzug sinkt – insbesondere infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase – die Zahl der Anbieter von klassischen Produkten immer weiter. Aktuell stehen Verbrauchern nach IVFP-Angaben nur noch 18 Gesellschaften mit einem klassischen Produktangebot zur Auswahl. Vor zwei Jahren waren es noch doppelt so viele (VersicherungsJournal 12.7.2016), ein Jahr zuvor sogar noch an die 50 Anbieter (VersicherungsJournal 29.4.2015).

So wurde bewertet

In der Folge ist auch die Gesamtzahl der untersuchten Privatrententarife zurückgegangen. Wurden vor drei Jahren noch 159 Tarife von 56 Anbietern unter die Lupe genommen, so waren es aktuell nur noch 147 Tarife von 53 Gesellschaften.

Die Tarife wurden in die Bereiche „Klassik“, „Klassik Plus“, „Indexpolicen“, „fondsgebunden mit Garantien (beitragsbezogen)“, „fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögens-bezogen)“, „fondsgebunden ohne Garantien“ sowie „Comfort“ eingeteilt.

Bei der mittlerweile neunten Auflage des Ratings (VersicherungsJournal Archiv) setzt sich die Bewertungsmatrix ein weiteres Mal aus den Bereichen Unternehmen (35 Prozent Gewichtung), Rendite (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) und Transparenz (zehn Prozent) zusammen. Insgesamt gab es bis zu 85 Einzelkriterien.

Die Sieger unter den klassischen Tarifen

Bei den klassischen Tarifen landete bei den Serviceversicherern die R+V Lebensversicherung AG („R+V-Privat-Rente“) mit der Gesamtnote 1,4 auf dem Spitzenplatz. Dahinter folgt die „Continentale Rente Classic“ der Continentalen Lebensversicherung AG (1,5). Bei den Direktanbietern setzte sich die „E-R Rentenversicherung Pur“ der Europa Lebensversicherung AG (1,3) gegen die „Bausteinrente“ der Hannoverschen Lebensversicherung AG (1,5) durch.

Klassik (Bild: IVFP)
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Die R+V erzielte im Teilbereich Unternehmen mit 1,1 sowie in Sachen Transparenz zusammen mit der Europa die beste Bewertung (jeweils 1,2). Letztere liegt hinsichtlich der Rendite mit der Bestnote 1,0 an der Spitze. Am flexibelsten ist die „Nürnberger PrivatRente“ der Nürnberger Lebensversicherung AG.

In der Kategorie „Klassik Plus“ setzte sich die Allianz Lebensversicherungs-AG(Allianz PrivatRente Perspektive“) mit der Gesamtnote 1,1 gegen die Wettbewerber durch. Die Allianz erzielte in allen Untersuchungsbereichen die beste Teilnote.

Klassik plus (Bild: IVFP)
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In Bezug auf die Transparenz liegt die Allianz zusammen mit der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG („PrivatRente Garant“) an der Spitze. Hinsichtlich der Flexibilität liegt die Allianz gleichauf mit der Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG („KlassikRente“) sowie der Hansemerkur Lebensversicherung AG („Vario Care“).

Die weiteren Spitzenreiter

Bei den fondsgebundenen Tarifen landete zwei Mal die Allianz (mit beitragsbezogenen Garantien sowie ohne Garantien jeweils „Allianz PrivatRente InvestFlex“) und einmal die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (mit „AL_RENTEFlex“ bei den Sicherungsvermögen-bezogenen Garantien) auf dem Spitzenplatz. Bester Direktanbieter bei den fondsgebundenen Privatrenten ohne Garantie wurde die Europa („E-FR – Fonds-Rente“).

Fondsgebunden (Bild: IVFP)
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In der Kategorie „Indexpolicen“ belegt ein weiteres Mal die Allianz den Spitzenplatz („Allianz PrivatRente IndexSelect Plus“). Auch in der Kategorie „Comfort“ setzte sich Deutschlands größter Lebensversicherer mit der „Allianz PrivatRente KomfortDynamik“ gegen die Konkurrenz durch.

Eine Übersicht über die besten Tarife in den einzelnen Kategorien inklusive der Teilnoten in den vier Untersuchungsbereichen kann über diesen Link als PDF-Dokument (250 KB) heruntergeladen werden. Details zur Ratingmethodik und zu den einzelnen Bewertungskriterien können in diesem PDF-Dokument (240 KB) nachgelesen werden.

Große Unterschiede bei den Kosten für Kapitalentnahmen

Im Rahmen der Untersuchung hat das IVFP unter anderem auch die Kosten für 2.000 Euro Kapitalentnahme nach zehn Jahren Vertragslaufzeit untersucht (Basisfall: 30 Jahre bei Abschluss, Rentenbeginn mit 67 Jahren, Beitragsrückgewähr in der Ansparphase, fünf Jahre Rentengarantiezeit).

Während in gut vier von zehn (Vorjahr: knapp einem von zwei) Tarifen keine Gebühr fällig wird, werden in rund jedem vierten Produkt bis 50 Euro verlangt. In etwa jedem achten (neunten) Tarif sind es über 100 Euro und in jedem 14. Produkt sogar über 200 Euro. „Es lohnt also eine Nachfrage beim Versicherer“, bekräftigt das Institut.

Ein weiteres Ratingkriterium war die digitale Vertragsverwaltung. Ergebnis: Endkunden haben nur bei gut einem Drittel der Tarife die Möglichkeit zur digitalen Vertragsverwaltung etwa über ein Onlineportal des Versicherers oder über eine App, wie aus für das VersicherungsJournal zusammengestellten Detaildaten hervorgeht.

Weitere Detailergebnisse

Bei den fondsgebundenen Tarifen wurden auch die Wertsicherungsoptionen wie etwa ein Lock-in zur Absicherung des erreichten Vertragsguthabens untersucht. Es zeigte sich, dass bei 43 Prozent der untersuchten Tarife keine Möglichkeit der Wertsicherung besteht. Beim kürzlich veröffentlichten Direktversicherungs-Rating lag der Wert nur bei 29 Prozent (VersicherungsJournal 19.4.2018).

Ein weiteres Untersuchungskriterium ist der aufgeschobene Rentenbeginn. Hier wird nach Institutsangaben nicht der grundsätzlich spätestmögliche Beginn bewertet, sondern der Zeitpunkt, bis zu dem ein bereits vereinbarter Rentenbeginn maximal hinausgeschoben werden kann. Beispiel: Bei Vertragsabschluss wurde ein Rentenbeginn mit 65 Jahren festgelegt. Auf Wunsch des Kunden wird dieser nachträglich auf 70 Jahre hinausgeschoben.

Eine flexible Gestaltungsmöglichkeit des Rentenbeginns hält das IVFP im Hinblick auf die Anpassung eines Versicherungsvertrags an die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse des Kunden für sehr wichtig. Bis auf zwei Ausnahmen, bei denen ein Hinausschieben gar nicht möglich ist, bieten alle untersuchten Tarife in dieser Hinsicht Flexibilität.

Bei 90 Prozent der untersuchten Tarife kann der Rentenbeginn länger als bis zum 67. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Bei den verbleibenden acht Prozent ist dies nur bis zum vollendeten 67. Lebensjahr möglich.

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